5.1.1 Lecks und deren Nachweis
Was ist ein Leck? Ein Leck bzw. eine Undichtigkeit ermöglicht den Stofffluss in Richtung eines Druckgradienten. Einfacher ausgedrückt handelt es sich dabei um kleine Löcher, durch die Gase oder Flüssigkeiten von der Seite des höheren Druckes zur Seite des niedrigeren Druckes strömen. Es kann sich dabei um einfache, harmlose Undichtigkeiten wie z. B. einen tropfenden Wasserhahn handeln, aber natürlich können auch gefährliche toxische Substanzen durch Lecks austreten.
Sehr viele technische Produkte funktionieren nicht oder nicht ausreichend lange, wenn sie Undichtigkeiten dieser Art aufweisen. Dazu an dieser Stelle einige Beispiele: der Kältekreislauf von Kühlschränken, Klimaanlagen in Autos, Autoreifen, Benzin- und Heizöltanks oder auch Destillationsanlagen in der chemischen bzw. pharmazeutischen Industrie. Die Dichtheit von Maschinen und Anlagen im Produktionsprozess ist somit in vielen Fällen eine unverzichtbare Voraussetzung für die Qualität der erzeugten Produkte.
Kommen wir auf die ursprüngliche Definition eines Lecks zurück, so stellen wir fest, dass es unmöglich ist, jeglichen Stofffluss durch eine Wand zu unterbinden. Deshalb richtet sich der Begriff „dicht” nach den jeweiligen Anforderungen der Maschine, der Anlage oder eines Behälters und muss entsprechend quantifiziert werden.
